© Karl May Museum-Radebeul
30.11.2019

Unsere Begeisterung für Indianer

Ein Vermächtnis Karl Mays

Alles begann mit Karl May. Ein Großteil seiner fiktiven Abenteuergeschichten spielt in Nordamerika, wo der edle Häuptling Winnetou gemeinsam mit seinem Blutsbruder Old Shatterhand unzählige Abenteuer zu bestehen hatte. Die Leserschaft war begeistert vom Wilden Westen Mays und bis heute gilt der Schriftsteller als meistverkaufter deutschsprachiger Autor. Der Wilde Westen und die indianischen Kulturen wurden derart beliebt, dass Vereine und Clubs gegründet wurden, die sich dieses Erbes annahmen und ihrerseits Shows organisierten, in denen sie indianische Tänze in selbstgefertigten historischen Kleidungen präsentierten. Schon in den 1920er Jahren wurden Karl May Themen verfilmt und ab den 1960er Jahren mit Pierre Brice und Lex Barker im Westen sowie den Indianerfilmen mit Gojko Mitić im Osten unsterblich gemacht. Auf Karl-May-Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum wird die Begeisterung der Deutschen für Indianer bis heute ausgelebt. In einer Gesprächsrunde werden die verschiedenen Facetten unserer Begeisterung für Indianer diskutiert und von Kennern der Szene dargestellt.

Programm:

19 Uhr Musik und Tanz aus der Indianistik

19.15 Uhr Gesprächsrunde

  • Hartmut Felber (Vorsitzender des Indianistikclubs „Mohawk“ Hohen Neuendorf)
  • Stephan von der Heiden (Karl-May-Filmfreunde Berlin)
  • Heinz Bründl (Indianistik- und Wildwest-Sammler, München)

Moderation: Christian Wacker (Karl May Museum)

20.15 Uhr Powwow aus der Indianistik (vorgestellt werden traditionelle und moderne indianische Tänze von Frauen und Männern aus dem Indianistikhobby. Musikalisch begleitet werden sie von den „Gigglies“ – der einzigen weiblichen Band in der Powwow-Szene)