© Fang-Yun Lo
22.11.2019

Teestunde: Geschichten zu Ostasien

Trinken Sie eine Tasse Tee mit uns!

In Dresden leben mehrere Tausend Menschen mit Wurzeln in Ost und Südostasien. Sie alle haben in Dresden eine neue Heimat gefunden, oder leben schon in der zweiten oder dritten Generation in der Stadt. Hinter der sehr allgemeinen Herkunft „Ostasien“ verbergen sich verschiedenste Herkünfte, aber auch unterschiedliche Lebenswege, die nach Dresden führten: von ehemaligen DDR-Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter sowie ihre Kinder bis zu Geflüchteten, von Studierenden bis zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlier sowie Künstlerinnen und Künstler. Hier spiegelt sich auch ein guter Teil deutscher, speziell ostdeutscher Geschichte wider.

In „Teestunde: Geschichten zu Ostasien“ bietet sich die Gelegenheit, mit sechs Dresdnerinnen und Dresdner mit Wurzeln in Vietnam, China, Japan, Südkorea, und Taiwan ins direkte Gespräch zu kommen. Anhand des schönsten asiatischen Klischees – dem Ritual des Teetrinkens – laden die Gastgeber für die Dauer einer gemeinsamen Tasse Tee (ca. 10min) zu einem sehr persönlichen Austausch. Jeweils bis zu fünf Gäste sitzen dabei mit je einem Gastgeber an einem Tisch, und teilen ein Heißgetränk. Hier können persönliche Geschichten ausgetauscht Klischees hinterfragt, und drängende Fragen nicht nur zu Tee beantwortet werden. Wie geht man mit „asiatischen“ Klischees um, wie mit Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen, was bedeutet Heimat, wo ist man „Zuhause“, wie lebt es sich zwischen zwei (oder mehr) Kulturen, und wie ist das eigene Verhältnis zu diesen Wurzeln? Auch die Gegenfrage ist erlaubt: woher sind Sie zugezogen, aus welcher deutschen Stadt oder welchem Land stammen Sie, und wie ist ihr Verhältnis dazu?

Wie in einem Speed Dating wird nach 10 Minuten das Signal zum Tischwechsel gegeben - innerhalb einer Stunde können so nacheinander alle sechs Gastgeber*innen kennen gelernt werden. Natürlich dürfen Sie gern auch wieder zu einem Tisch zurückkehren, und weiter fragen!